RTL Z - Friesischer Aufkäufer verkauft Ware aus Seecontainern an verbliebene Blokker-Filialen

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- (https://kooistra.com/2025/03/26/)

Die Insolvenz von Blokker und des zugehörigen Lagers bescheren Eric Kooistra ‚ein sehr gutes Jahr‘. Der friesische Aufkäufer konnte sich einen großen Bestand an Artikeln sichern, die für die Haushaltskette bestimmt waren. Inzwischen ist er ‚fester Lieferant‘ der gut vierzig Franchisenehmer, die noch geöffnet haben, und hofft, auch neue Blokker-Filialen mit Ware zu beliefern.

Das sagt Kooistra im Gespräch mit RTL Z.

Im vergangenen Dezember, kurz nach der Insolvenz der Haushaltskette, kaufte Kooistra ‚für einen Spottpreis‘ gut 200 Seecontainer randvoll mit Blokker-Artikeln. Damit beliefert der Unternehmer jetzt einen Teil der verbliebenen Blokker-Filialen der Franchisenehmer.

Die verbliebenen Geschäfte gehören selbstständigen Unternehmern, die das Blokker-Sortiment führen und für die Nutzung des Namens zahlen. Diese Geschäfte fielen nicht unter die Insolvenz, standen aber ohne Mutterunternehmen und ohne zentrale Belieferung da.

„Wir haben mit den Franchisenehmern einen Deal geschlossen, sie bestellen online bei uns und wir liefern die Ware“, sagt Kooistra, der in die Lücke gesprungen ist. Nach eigenen Angaben füllt er etwa 30 Prozent der Regale, mit Dingen wie Backformen, Koffersets und Kerzen. Der Rest kommt von Anbietern wie Tefal oder Brabantia.

Der Unternehmer hat seinen Betrieb in Friesland ‚eigens‘ als Distributionszentrum eingerichtet und regelt inzwischen einen großen Teil der Belieferung der Geschäfte selbst. „Lean and mean“, so Kooistra. Er und seine Mitarbeiter fahren täglich Paletten mit Ware zu den Filialen. Nur die entlegenen Ecken des Landes übernehmen Speditionen.

„Vorerst kommen wir noch eine Weile hin“, sagt Kooistra über den Bestand, den er noch an die Filialen absetzen kann. Die Seecontainer voller Ware, die inzwischen in drei verschiedenen Lagern stehen, sind noch nicht leer. Außerdem hat er mehr und neuen Handel mit Blokker im Blick.

Denn Kooistra hat nach eigenen Angaben gestern noch mit Roland Palmer zu Abend gegessen, dem Spross der Blokker-Familie, der mit der Kette weitermachen will und nach der Insolvenz den Markennamen und den Onlineshop für 1 Million Euro gekauft hat. Palmer möchte mit den Franchisenehmern zusammenarbeiten und neue Blokker-Filialen eröffnen.

„Und an das anknüpfen, was wir gerade tun. Ist unsere Ware ausverkauft, übernimmt er die Belieferung und den Import wieder.“

Kommt Kooistra Palmer damit nicht in die Quere? Der friesische Unternehmer sieht vielmehr Chancen: „Palmer will seine eigene Kette aufbauen, mit eigenem Lager“, sagt er. Wenn wir aber daran mitbauen dürfen, ist das für uns langfristig ein Gewinn. Mit anderen Worten: Kooistra hofft, vom Handel mit den neuen Filialen etwas abzubekommen.

Wann es so weit ist? Palmer selbst war für eine Stellungnahme noch nicht erreichbar. Kooistra sagt jedoch voraus, dass vor dem Sommer ‚Dutzende‘ neue Filialen entstehen. Sein Jahr kann finanziell ohnehin nicht mehr schiefgehen: 2025 ist ein Jahr mit Gewinn, so Kooistra, der keine Details nennt. „Wer gesunden Handel will, muss flexibel sein.“

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